Was interessiert meine Zielgruppe? Wer kein Budget für Adwords hat, braucht Content. Damit schlage ich mich seit Start meiner Affiliate-Site herum. Denn wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Und was sucht meine Zielgruppe?
Mit www.mein-zeitschriften-abo.de biete ich (noch) einen Allerweltskramladen: Und bewerbe also alle Zeitschriften, alle Prämien, alle Aboformen gleichwertig. Dagegen sträubt sich mein Konzeptionerinnen-Hirn von Anfang an. Denn warum sollte bei dieser Allgemeinheit jemand Interesse an meiner Website haben und nicht direkt zum Leserservice gehen?
Besucher auf der Seite bekomme ich nur über "Unique content", das bedeutet aber meist zielgruppenspezifischen Content. Deshalb erweitere ich meinen Kramladen um folgende "Abteilungen" und mische also:
- Für alle bleibt der Abo-Shop und Seiten wie "Geschenk-Abos": Schneller Zugriff, wenig Redaktion, Klick und zum Angebot.
- Für alle und als Hauptinfo bleiben einzelne Artikel zu neuen Abo-Aktionen.
- Als Schmökerecke starte ich mit der Kategorie "Zeitschriften-Test", weil man am Kiosk schon mal den Überblick verlieren kann.
- Und ergänzend soll es eine Rubrik Fundstücke geben, die einfach unterhält.
- Für die ferne Zukunft sind Detail-Beschreibungen/Kritiken einzelner Zeitschriftentitel geplant.
- Als zusätzliches Affiliate-Programm möchte ich zwar keinen weiteren Zeitschriften-Anbieter, aber Amazon ergänzen und ggf. Buchempfehlungen geben, z.B. in der Rubrik Fundstücke. Meine Bewerbung habe ich bei Zanox schon gestartet.
- In noch fernerer Zukunft sollen die Kategorien um Zielgruppen ergänzt werden, also Inhalte und Zeitschriften "Für Eltern", "Für Gartenfreunde", "Für Berufstätige", "Für Engagierte" oder oder oder. Da muss ich allerdings sehen, wie mein neues Template die Kategorien darstellt.
Fehlt dann noch was?

3 Kommentare zu “Wieviel Inhalt braucht die Site? Neue Kategorien beim Affiliate-Experiment.”
Hallo Frau Schneider, das sind ambitionierte Ziele mit hohem redaktionellen Aufwand. Aber wer könnte das besser als Sie?! Ich denke die inhaltliche Arbeit lohnt sich sowohl in Sachen SEO als auch in Sachen Zielgruppenansprache.
Im Allgemeinen hat ein so breites Angebot keine konkretere Zielgruppe als “18+”, was Ihnen bei der Ansprache sicher nicht helfen wird. Eine Möglichkeit wäre jedoch, sich wirklich auf ein spezielles Themengebiet zu konzentrieren und in diesem Bereich qualitativ hochwertige Produktbeschreibungen (Zeitschriften-Tests) anzubieten. Natürlich bieten Sie die ganze Palette des Leserservice an, würden sich so aber in Ihrem Bereich als Nischenanbieter etablieren können. Das finde ich erfolgsversprechend und bin gespannt, ob sich die Verteilung der Sales dann entsprechend anpasst. Also Tracking nicht vergessen
VG Markus Lohse
kommentiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 10:56 Uhr |Hallo Frau Schneider,

ob Bücher die ideale Ergänzung sind? Man könnte meinen, ein Besucher, der sich für eine Zeitschrift interessiert liest auch gerne Bücher - vice versa
Hab selber mal einen Test gemacht und Bücher neben Zeitschriften beworben. War ne 100%ige Fehleinschätzung. Womöglich haben Personen die viel Zeitschriften lesen gar keine Zeit mehr für Bücher - ist aber nur eine Vermutung.
Sicher ist, dass wenn sich Sie in einen Rubrik Sonderangebote bewerben sich dort vermehrt User hineinklicken werden, die auch an anderen Sonderangeboten interessiert sind.
Bei allen anderen Zielgruppendefinitionen bin ich sehr skeptisch. Frauen ab 40; Studenten; alle Fernsehgucker brauchen eine Programmzeitschrift; politisch interessierte; Teenies. Mit Zeitschriften decken Sie 100% des deutschen Internetmarktes ab, das ist Fakt, alles andere ist reine Hypothese
Wir kennen drei definitive Zielgruppen:
1. Besucher, die ganz genau wissen welche Zeitschrift sie wollen und nur nach dem günstigsten Angebot suchen.
2. Besucher, die ein Schnäppchen suchen, (fast) ganz egal welcher Titel damit zusammenhängt.
3. Besucher, die sich noch unklar sind ob es der Spiegel, der Focus oder doch lieber der Stern sein soll. Diese Gruppe ist sicherlich die kleinste.
Dann kann man noch sagen, dass Zeitschriftenabonnenten eher aus ländlichen Gegenden kommen (wahrscheinlich weil es dort keine Kiosks gibt
Ich würde mich, wie Herr Lohse schon schrieb, auch auf ein Gebiet konzentrieren und dafür aber einen deutlichen Mehrwert für den User herausarbeiten. Sie sollten sich die Frage stellen was so besonderes an Ihrer Seite ist. Was findet der Besucher nur bei Ihnen? Klare USPs herausarbeiten!
Aber das ist viel viel Arbeit!!!
Viel Erfolg!!!
kommentiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 18:17 Uhr |Gruß, André Koegler
Hallo am Abend,
danke für die ausführlichen Einschätzungen. Ich sehe schon jetzt, dass dieses Projekt nicht nur in der Vorbereitung, sondern inhaltlich viel, viel Zeit kostet, obwohl ich die Inhalte bisher ja nur andeute.
“How to differentiate”, also der USP, ist schon auch mein A und O, ob es um Markenführung oder Internetseiten geht. Ich sehe als Zielgruppe für Aboseiten die “Maximierer”, insofern könnten die Zeitschriften-Tests interessant sein. Allerdings:
Im Prinzip bin ich mit meinem Domainnamen gerade NICHT in einer thematischen Nische, sondern im direkten Vergleich mit Abovergleichsseiten, die auf dem Gebiet natürlich deutlich effizienter sind. Andererseits brauche ich die Zeitschriften-Vielfalt, deswegen wäre mir ein thematisches Gebiet zu klein, um darüber nur thematisch passende Zeitschriften zu bewerben. Da müsste ich im Prinzip mit Affiliate-Programmen ergänzen.
Insofern ist der Content durchaus noch veränderlich. Aber bei einem (Affiliate-)Experiment muss man eben mit den Zutaten etwas variieren, um dann als Ergebnis entweder großartiges Chaos oder letztlich den Zaubertrank zu mixen (siehe auch Asterix, Kampf der Häuptlinge, wenn ichs recht erinnere). Ich arbeite daran ;-)).
Viele Grüße, Dorothee Schneider
kommentiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 23:41 Uhr |Kommentieren Sie diesen Artikel