Für viele Affiliates ist Google Analytics einfach nützlich: Sowohl die Partnernetzwerke als auch Direktpartner möchten wissen, wieviele Besucher eine Website hat, auf der geworben wird. Jetzt drohen Bußgelder - aus Datenschutzgründen.
Noch ist die Info-Welle zu diesem Thema erstaunlich klein, wenn man bedenkt, wie viele Websites Google Analytics nutzen: Das Analyse-Tool lässt sich unkompliziert in Webseiten einbinden und hat eine übersichtliche Bedieneroberfläche. Dem Datenschutz war lange Zeit mit einem solchen Verweis im Impressum Genüge getan: "Ja, die Website nutzt Google Analytics. Ja, alles wird anonymisiert und Ihre persönlichen Daten interessieren uns nicht." Aber reicht das, wenn IP-Adressen quasi personalisierbar sind und diese von Google-Servern möglicherweise gespeichert werden?
Ende November erklärte die Zeit online die Ausgangssituation: "Datenschützer wollen Einsatz von Analytics verhindern."
Jetzt legten die Datenschützer ihr Veto ein: Hier geht’s zum Beschluss des Düsseldorfer Kreises, einer informellen Vereinigung von Datenschutz-Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder,
Wie informell oder wie verbindlich ist dieser Beschluss? Immerhin: (Sogar) der Google Watchblog hat Analytics erstmal deaktiviert.
Für interessierte Weiterleser gibt es eine interessante Pro/Contra/Alternativen-Darstellung der Faktenlage im Blog von Thomas Werning: "Alle Jahre wieder…"
Bild: pixelio/stefan-bayer

Ein Kommentar zu “Google Analytics abschalten? Datenschützer machen mobil.”
Ein (immer wieder) spannendes Thema. Ein wichtiges Argument dabei ist ja die Speicherung der IP-Adresse bei Google und das benötigte Vertrauen in Googles Versprechen, die IP nicht mit anderen personenbezogenen Daten zu verbinden um z.B. Profile zu erstellen.
Schwierig, schwierig. Denn darauf zu hoffen, dass ein Konzern wie Google zu seinem Wort steht, ist keine Sicherheit per se. Meine Frage dazu ist vielmehr: Gibt es denn eine Alternative? Ist es realistisch zu glauben, man könne Google noch auf dem Weg zur absoluten Datenmacht stoppen?
Denn eigentlich geht es bei dem Vorstoß ja nicht (nur) um Analytics, sondern um die allgemeine Frage: Wie transparent ist man denn im Netz und sind wir alle eigentlich nur noch potenzielle Kunden oder doch gelegentlich noch Individuen?
kommentiert am Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 09:59 Uhr |Kommentieren Sie diesen Artikel