Viele Blogger sind Affiliates. Und besitzen eine hohe Glaubwürdigkeit bei ihren Lesern. Auf der anderen Seite gibt es die PR-Arbeiter, die mit PR an die Öffentlichkeit wollen. Passt das zusammen? Jein, ist das Ergebnis einer Blogger-Befragung von Text100.
Denn PR-Leute machen oftmals genau die Fehler, die das K.O.-Kritierium schon in der klassischen Pressearbeit sind. Gut gemachte Öffentlichkeitsarbeit ist für Affiliates interessant, könnte diese doch interessanten neuen Content schaffen. Warum nicht Produkttests durchführen, die vom Unternehmen vorgeschlagen wurden, sofern das Thema passt und die Glaubwürdigkeit nicht auf der Strecke bleibt. In den meisten Fällen werden Blog-Artikel, die auf PR-Meldungen beruhen, als solche kenntlich gemacht. Es könnte ein gedeihlicher Austausch von Information und Öffentlichkeit sein, wenn nur… die PR’ler die Gießkanne zuhause ließen. Die Ergebnisse der Befragung der "Global Public Relations"-Agentur Text100, zusammengefasst vom Branchendienst ibusiness.de und interessant auch für Affiliates, die in Sachen Eigen-PR aktiv werden wollen:
"PR-Berater versenden Pressemitteilungen "blind", das heißt ohne vorherige Kontaktaufnahme an Blogger. Zudem befassen sich PR-Berater nicht mit den Blogs und verstehen die Blogger-Community, an die sie sich wenden, nicht wirklich. Viele scheinen zu erwarten, dass Blogger die vom Unternehmen bereitgestellten Inhalte direkt veröffentlichen. Hier zeigt sich ein Unverständnis des Mediums und der Motivation von Bloggern.
Aus der Analyse der Umfrageergebnisse hat Text 100 fünf zentrale Erkenntnisse für PR- und Kommunikationsexperten gewonnen:
- Unternehmen werden sich der Bedeutung von Bloggern zunehmend bewusst: Die vermehrte Kontaktaufnahme zu Bloggern zeigt, dass Blogs als Kommunikationskanäle immer mehr zum Mainstream werden und dass Unternehmen den verstärkten Einfluss von Bloggern auf ihre Zielgruppen erkennen.
- Die klassische Unternehmens-Pressemitteilung ist tot, zumindest für Social Media: Bloggern zufolge wird die Nutzung von Social Media Releases in den kommenden Monaten bedeutend ansteigen.
- RSS-Feeds sind eine zentrale Informationsquelle für Blogger; wichtiger als RSS sind nur andere Blogger: Unternehmen, die aktuelle Informationen nicht in Form von RSS-Feeds zugänglich machen, verzichten damit auf den für Blogger zweitwichtigsten Informationskanal. Unternehmens-Blogs und -Websites wurden von Bloggern durchgängig als vertrauenswürdiger eingeschätzt als Microblogging, Zeitungen, Social-Bookmarking-Websites und Fernsehen (in Europa und im Raum Asien-Pazifik auch als Zeitschriften).
- Die Mehrheit aller Blogger betreibt ihre Blogs (noch) in Teilzeit. Die Strategien sollten entsprechend angepasst werden: Außerhalb der USA verbringt die Mehrheit der befragten Blogger weniger als neun Stunden pro Woche mit Bloggen.
- Die meisten Blogger geben an, ob sie für einen Beitrag Unterstützung von einem Unternehmen erhalten haben: Über 80 Prozent der befragten Blogger in allen Regionen gaben an, gesponsorte Blogbeiträge kenntlich zu machen, wobei jedoch Blogger in Nordasien weniger bereit sind, Unterstützung durch Unternehmen öffentlich zu machen."
Die Ergebnisse der Befragung stellt Text100 zur Verfügung:


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